Rückblick - Betrieb mit Tradition

Das Unternehmen wurde 1875 von Christian Hermann Georgi gegründet. Dieser wurde in Rothenkirchen geboren und erbaute im selbigen Ort seine eigene Produktionsstätte. Sie war neben den Betrieben Blei und Krämer eine der größten Fabrikanlagen im Ort.


Christian Hermann Georgi musste bereits früh lernen ohne seinen Vater zurecht zu kommen, da dieser 1866 im preußisch-österreichischen Krieg gefallen war. Sein Vater besaß zu dieser Zeit ein kleines Bauerngut und 10 Hektar Ackerland. Die Herstellung von Bürstenwaren begann Christian Hermann Georgi im elterlichen Haus.


Im Jahre 1888 erhält der Betrieb eine Dampfmaschine als Antriebskraft für die Maschinen. Mit einem Schreiben an den Gemeinderat zu Rothenkirchen bat er um den Gebrauch des Bachwassers zur Speisung seines Dampfkessels. Von da an setzte der Aufschwung der Firma ein. Er spezialisierte sich auf die Herstellung von Bürstenhölzern, die auch in umliegende Orte ausgeliefert wurden.


Um das Langholz zur Herstellung seiner Produkte besser beziehen zu können, beantragte er 1890 den Bau einer Straße hin zu seiner Fabrik. Dies wurde von der Gemeinde gestattet unter der Bedingung, dass er die Straße instand hält und den Mitbewohnern die Benutzung des Weges freigibt.


In den folgenden Jahren liefen die Geschäfte recht gut. Georgi war stets bemüht, sein Firmengelände zu erweitern, weshalb er ein umliegendes Haus mit dem dazugehörigen Grundstück im Jahre 1894 kaufte. Das Gebäude konnte allerdings aufgrund seiner Architektur nie bestmöglich für sein Vorhaben genutzt werden. Im Jahr 1912 brannte das Haus vollständig nieder, weshalb ein Neuaufbau nach seinen architektonischen Vorstellungen erfolgen konnte.

Auf das Grundstück baute er 1913 eine Bürstenfabrik, die noch heute Bestandteil der Firma ist. Nun trieb die Dampfmaschine nicht nur das Sägewerk, sondern mittels Transmissionen die Bürstenbearbeitungsmaschinen im Hauptgebäude an. Von jetzt an verbesserte sich die Produktion quantitativ sowie qualitativ. Auch im privaten Leben war der Firmengründer sehr aktiv und gehörte mehrere Jahre dem Gemeinderat an.


Im Jahr 1916 kaufte sein Sohn Paul Georgi die Firma dem Vater ab. Paul Georgi übernahm die Geschäftsführung und die Landwirtschaft, die immer weiter verbessert wurde.

Es traf die Familie sehr hart, als Hermann Georgi 1917 starb. Der Sohn hat gleichzeitig seinen Vater und Lehrer verloren. Mit Mühen gelang es ihm sein vorhandenes Wissen zu erweitern und den Betrieb erfolgreich an weitere Generationen weiterzugeben.


Zur Zeit befindet sich die Firma Hermann Georgi in der fünften Generation, geführt von Thilo Braun.

LKW vor der Fabrik 1935
 
 
 
 
Firma und altes Wohnhaus